Rechne mit dem Betrag, der dir bleibt

Vergleiche denselben Zeitraum und dieselbe Umsatzdefinition. Ziehe Agenturvergütung, zusätzliche Tools, Werbung und Produktion ab. Berücksichtige anschließend deinen eigenen Arbeitsaufwand. Eine Zusammenarbeit kann deinen Alltag erleichtern, ohne dass dein verbleibender Betrag steigt. Ob dir dieser Tausch passt, ist eine persönliche Entscheidung.

Beginne mit deinem aktuellen Zustand. Notiere über einen repräsentativen Zeitraum Einnahmen, Ausgaben und Stunden für Produktion, Nachrichten, Marketing und Verwaltung. Ein einzelner besonders guter Monat ist als Ausgangspunkt oft wenig hilfreich. Nutze lieber mehrere Szenarien, die du selbst nachvollziehen kannst.

Ein fiktiver Vergleich

Die folgenden Zahlen sind frei gewählt. Sie sind weder eine Prognose noch das Angebot von The Bunny Agency. Die Umsatzbasis ist hier bereits nach allen angenommenen Plattformabzügen, aber vor Agenturvergütung und den aufgeführten Zusatzkosten definiert. Steuern sind nicht eingerechnet.

Monatsszenario Umsatzbasis Agenturanteil Zusatzkosten Verbleibend vor Steuern
Selbst betreut 2.000 € 0 € 100 € 1.900 €
Betreuung, unveränderter Umsatz 2.000 € 600 € (30 %) 100 € 1.300 €
Betreuung, höhere Umsatzbasis 3.000 € 900 € (30 %) 150 € 1.950 €

Im letzten Szenario bleibt trotz 1.000 € höherer Umsatzbasis nur 50 € mehr als im Ausgangsfall. Das kann mit deutlich weniger Arbeit trotzdem interessant sein. Es kann aber auch unattraktiv sein, wenn du fast denselben Aufwand behältst.

Wo liegt der rechnerische Gleichstand?

Für dieses vereinfachte Modell lautet die Rechnung: benötigte Umsatzbasis = (gewünschter verbleibender Betrag + zusätzliche Kosten) ÷ (1 − Provisionssatz). Verwende den Provisionssatz als Dezimalzahl: 30 % sind 0,30.

Wenn du weiterhin 1.900 € behalten möchtest, 150 € zusätzliche Kosten annimmst und die Provision 30 % beträgt, brauchst du rund 2.928,57 € Umsatzbasis. Das Ergebnis ist reine Arithmetik. Es sagt nicht, ob dieser Betrag erreichbar ist, und gilt nur für genau diese definierte Basis.

Falls die Agentur auf einem anderen Betrag abrechnet, musst du das Modell anpassen. Die Provisionsseite erklärt den Unterschied zwischen Ausgangsumsatz und einer Basis nach Abzügen.

Deine Zeit sichtbar machen

Notiere, wie viele Stunden bei dir verbleiben. Aus 1.900 € und 80 Stunden ergeben sich in einer vereinfachten Betrachtung 23,75 € je Stunde vor Steuern. Bei 1.950 € und 50 Stunden wären es 39 €. Diese Kennzahl ignoriert weitere betriebliche Faktoren und ist kein Nettolohn. Sie hilft dir lediglich, Zeit und Geld zusammen zu betrachten.

Zeitersparnis ist außerdem nicht automatisch Freizeit: Vielleicht verwendest du sie für neue Produktion. Halte deshalb fest, welches Ziel du tatsächlich verfolgst und ob es erreicht wird.

Wann ein kleinerer Umfang sinnvoll sein kann

Wenn nur ein Bereich dich aufhält, prüfe zuerst gezielte Unterstützung. Ein Content-Plan, einzelne Marketingaufgaben oder ein klar begrenzter Chatting-Umfang können besser passen als ein umfassendes Paket. Verfügbarkeit und Preis müssen im konkreten Angebot bestätigt werden.

Wenn du kaum veröffentlichen möchtest, deine Grenzen noch nicht kennst oder aktuell keinen zusätzlichen Aufwand übernehmen kannst, ist eine Pause ebenfalls eine mögliche Entscheidung. Eine Agentur kann weder deine Mitwirkung noch eine Nachfrage garantieren.

Vor der Entscheidung drei Szenarien aufschreiben

Rechne mit sinkenden, gleichbleibenden und höheren Einnahmen. Ergänze jeweils Kosten, Stunden und den Kündigungszeitpunkt. Frage dich, ob du die ungünstigere Variante für die vertragliche Mindestdauer tragen könntest. Besprich finanzielle und steuerliche Detailfragen mit einer qualifizierten Beratung; dieser Vergleich ist keine Finanz- oder Steuerberatung.